Die Vision der Evolutionären Liebe

***Diese Vision is informiert und inspiriert durch die Arbeit von Dr. Marc Gafni.



Stell Dir eine Welt vor…

…in der jeder Mensch ein erfülltes Leben führt – voller Sinnhaftigkeit, tiefer Liebe und Freude… …in der jeder Mensch und jede Organisation bewusst zum größeren Ganzen beiträgt und damit erfolgreich ist… …in der alle Akteure in allen Gemeinden und Gemeinschaften – lokal wie global – zum Wohle aller zusammenarbeiten, während gleichzeitig alle Einzelnen zutiefst gewürdigt werden… …eine Welt, in der alles mit allem verbunden ist und in der neue Synergien möglich werden… …in der jeder kreative Mensch, der an einer innovativen Lösung für eins unserer drängenden lokalen wie globalen Herausforderungen arbeitet, Menschen und Strukturen zur Zusammenarbeit und Unterstützung findet… …und in der die vorhandenen Ressourcen mit dem Bedarf der Menschen, den Quellen von Kreativität, gematcht werden, um das Beste für alle zu erschaffen…

Wie wäre es in einer solchen Welt zu leben? Was würde es bedürfen, eine solche Welt zu erschaffen? Krisen als Antreiber der Evolution

Täglich sehen oder hören wir die Schreckensnachrichten in den Medien und im Internet:

  • Krieg und Terror

  • Klimawandel und Naturkatastrophen

  • Pandemien

  • das Massen-Artensterben

  • Flüchtlingselend, Hunger und Sklaverei sowie

  • das Wiedererstarken des Extremismus überall auf der Welt

All das bedroht uns nicht nur persönlich. Es ist nicht nur bedrohlich für eine spezifische Gruppe, Nation oder Kultur. Nein, zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit steht das Überleben der Menschheit selbst oder zumindest das Überleben unserer Menschlichkeit auf dem Spiel. Und was tun wir?

Vielleicht haben wir es längst aufgegeben regelmäßig Nachrichten zu hören oder zu schauen, weil wir uns von soviel Negativität erschlagen fühlen.

Oder wir reagieren mit Betroffenheit, Angst, Schrecken oder auch Wut… und beschäftigen uns gerade so lange damit, wie die jeweilige Schreckensnachricht andauert, um dann wieder zu “Business-As-Usual” zurückzukehren.

Der Rückzug ins Private… „Was kann ich denn schon tun angesichts einer weltweiten Krise solchen Ausmaßes?“ sagen wir dann.

Oder wir machen uns Selbstvorwürfe, dass wir nicht aktiver sind. Wir schauen auf unsere großen Vorbilder wie Mahatma Gandhi, Nelson Mandela, Martin Luther King, Jesus, Buddha, Einstein oder wer auch immer das für uns ist und denken, wir sollten so wie sie sein. Und da wir es nicht sind, machen wir uns schlecht… und handeln dennoch nicht… oder gerade deswegen.

Vielleicht wundern wir uns auch über uns selbst, dass wir nicht mehr dabei empfinden, wenn wir von tausenden Kindern hören, die tagtäglich an Hunger oder damit verbundenen Krankheiten sterben. Wie mir ein Seminarteilnehmer einmal sagte: “Mit solchen Größenordnungen können wir einfach nichts anfangen.”

Bei einem Seminar in Berlin las ich jeden Morgen auf den Titelseiten der Zeitungen die Meldungen über ein Bärenjunges im Berliner Zoo, das mit der Flasche großgezogen wurde und gerade die Nahrung verweigerte. Ganz Berlin war im Bären-Fieber. Und auch ich konnte nicht verhehlen, dass mich zunächst automatisch das Schicksal dieses einen Bärenkindes mehr berührte als das Schicksal der unzähligen Menschenkinder, die zeitgleich gerade um ihr Überleben kämpften. Wieso verschließen wir unsere Herzen… …angesichts der humanitären und ökologischen Katastrophen, von denen wir Menschen nicht nur betroffen sind, sondern an denen wir ursächlich einen großen Anteil haben? Wir erleben in uns und den Menschen in unserem Umfeld die Zunahme von lebensbedrohlichen Erkrankungen wie Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Süchte, Burnout und Depression, aber auch von Beziehungsproblemen und Einsamkeit, Arbeitslosigkeit oder Angst um den Arbeitsplatz, etc. Himmelschreiender Schmerz ist allgegenwärtig. All das scheint umso mehr unseren Rückzug ins Private zu rechtfertigen. Wir haben schließlich genug mit uns selbst zu tun. Wir sprechen von der Me-Generation, der Zunahme von Narzissmus – sowohl als Persönlichkeitsstörung, als auch als der neue Normalzustand in unserer Gesellschaft. Ist das wirklich so normal? Unter all diesen Symptomen lauert vor allem eins: ANGST. Es ist die Angst, dass das eigene Leben nicht zählt, dass es egal ist, ob ich gelebt habe oder nicht: => Was kann ich schon tun, angesichts der globalen Katastrophen, die das Überleben der Menschheit gefährden? => Nicht dass es nichts zu tun gäbe, doch… Ist das nicht alles nur ein Tropfen auf dem heißen Stein? Durch Medien und Internet sind wir heute in der Lage unsere gegenseitige Verbundenheit und Abhängigkeit hautnah mitzukriegen. Wir sehen die Auswirkungen unseres Tuns und Lassens auf Menschen, denen wir persönlich nie begegnet sind. Wir können sogar in “realtime” mitverfolgen, wie sich unsere Handlungen auf die Natur und das Ökosystem Erde auswirken. Wir sehen das Leid von Mensch und Tier auf der ganzen Welt in einem Ausmaß, wie das früher allenfalls “Gott” konnte. Doch anders als Gott, dem wir neben der Allwissenheit ja auch Allmacht zugeschrieben haben, erfahren wir uns angesichts dieses Leids eher als ohnmächtig. Und das ist vielleicht der tiefere Grund, weshalb wir angesichts dieses Leids und der drohenden Katastrophen unsere Herzen verschließen und uns ins Private zurückziehen, anstatt aktiv zu werden und alles zu tun, den existierenden Schmerz zu lindern, die vorhandenen Probleme zu lösen und die drohende Apokalypse abzuwenden.

“Die Lücke zwischen unserer Fähigkeit den Schmerz zu fühlen und unserer Fähigkeit den Schmerz zu heilen ist zu groß."

Dieser Satz von Marc Gafni berührt mich zutiefst. Er hat mir die Augen für einen tieferen Mechanismus geöffnet, der hier am Werk ist. Und er öffnet mir auch die Augen für einen ungewöhnlichen Weg aus der Resignation. Es gibt einen anderen Weg Wie Einstein so treffend formulierte, können wir unsere Probleme nicht auf der Ebene lösen, auf der sie entstanden sind. All unsere bisherigen Lösungen und technologische Fortschritte haben wesentliche Aspekte und Faktoren des Gesamt-Systems außer Acht gelassen und damit mehr und größere Probleme erzeugt, als sie angetreten sind zu lösen. Für die Lösungen der nächsten Generation braucht es, dass wir all diese Faktoren einbeziehen. Krisen haben von jeher als Antreiber der Evolution gedient. Wann immer die Komplexität, Bewusstheit und Liebe der bestehenden Ebene mehr Probleme hervorbringt, als sie lösen kann, entsteht eine Krise. In einer Welt, in der ich mein Leben lang nicht aus dem Stamm oder meiner Nation herauskam, in dem oder der ich geboren wurde, und in der die größtmögliche von Menschen ausgelöste Umweltkatastrophe darin bestand, einen Waldbrand zu verursachen oder die bestellten Felder auszulaugen, reichte es aus, mich um meine Nachbarn zu kümmern, den Göttern oder dem Einen Gott zu opfern und sich vor wilden Tieren, missgünstigen Nachbarn oder anderen Stämmen oder Nationen zu schützen. Heute führt uns dasselbe Verhalten mitten in die globale Krise. Innerhalb dieser Krise wächst der Druck, der durch die wachsenden Probleme ausgelöst wird. Gleichzeitig erhöht sich eine Art Sog von einer noch unbekannten Ebene der Emergenz aus. Es ist wie eine Erinnerung aus der Zukunft, die uns ruft, neue Bahnen zu beschreiten.

Eins ist sicher: Angesichts der globalen Probleme, mit denen wir als Menschheit und als Menschen zu tun haben, muss sich unsere Fähigkeit mit der vorhandenen Komplexität umzugehen, drastisch vergrößern. Und vor allem braucht es Menschen, denen die Lösung dieser globalen Probleme WIRKLICH am Herzen liegt. Doch wie können wir das? => Müsste dazu nicht doch jede/r von uns ein “Einstein” sein? => Gibt es vielleicht ein paar wenige, die diese Komplexität halten und mit Lösungen aufwarten können, die dann die anderen umsetzen? => Haben diese wenigen wirklich den Gesamt-Überblick? => Wird sich das, was selbst ihnen heute als Gesamtes erscheint, nicht in kürzester Zeit als genauso partiell herausstellen, wie all unsere früheren Ansätze? => Was ist mit dem ganzen Rest von uns, die einfach nur unser Leben leben wollen und sich in unseren besten Momenten dennoch danach sehnen, einen echten Beitrag leisten zu können? Ich glaube, dass die meisten von uns sofort aktiv würden, wenn wir wüssten, dass wir damit einen echten Unterschied machen könnten. Was wäre, wenn es möglich wäre? => Was, wenn wir jeden Morgen mit einem Gefühl von Enthusiasmus, Leidenschaft und Bestimmung aufwachen könnten? => Was, wenn wir genau wissen könnten, was unser Platz in der Welt ist und wie wir ihn voller Freude ausfüllen könnten? => Was, wenn wir Erfüllung und Genuss erleben könnten, während wir einen echten Unterschied dadurch bewirken, dass wir ganz und gar authentisch wir selber sind? => Was, wenn wir in einer Gemeinschaft sein und mitwirken könnten, die auf die gemeinsame Mission und Vision ausgerichtet ist, eine wirklich funktionierende Welt für alle zu erschaffen? Und ja, genau das ist möglich. Und ich gebe mich nicht mehr mit weniger zufrieden. Der nächste Schritt der Menschheit Wie evolutionäre Denker wie Teilhard de Chardin, Sri Aurobindo, Jean Gebser, Buckminster Fuller oder derzeit Ken Wilber, die 2019 verstorbene Barbara Marx Hubbard (mit der ich in den letzten Jahren vor ihrem Tod das Vergnügen hatte zusammenzuarbeiten) und Dr. Marc Gafni (mit dem ich seit 2011 eng zusammenarbeite) uns aufzeigen, spricht vieles dafür, dass die Menschheit gerade vor einem wesentlichen Evolutionssprung steht. Barbara Marx Hubbard hat dafür den Begriff “Conscious Evolution” bekannt gemacht: Die Evolution wird sich im Menschen ihrer selbst bewusst, und die Menschen beginnen bewusst an der Evolution teilzunehmen. Dadurch kann eine neue Kohärenz im Handeln der Einzelnen entstehen, so dass die Menschheit als Ganzes erwacht. Diesen Schritt nennt sie auch “Planetary Awakening”. Und in ihrer Zusammenarbeit mit Marc Gafni wurde daraus: Das Planetarische Erwachen durch die Unique Self Jazz Symphony (das improvisierte, harmonische Zusammenspiel der einzigartigen Stimmen und Instrumente aller in einer gemeinsamen Musik) Nach allem, was wir bisher wissen, ist das Universum – wie Dr. Marc Gafni sagt – kein Fakt, sondern eine Geschichte, keine gewöhnliche Geschichte, sondern eine Liebesgeschichte, keine gewöhnliche Liebesgeschichte, sondern eine evolutionäre Liebesgeschichte.

Und die geht in Kurzform ungefähr so: Vor ungefähr 13,8 Milliarden Jahren ist aus dem Nichts heraus (englisch Nothing, also No-Thing, was übersetzt so etwas wie Kein-Ding hieße) plötzlich Etwas (englisch Something, also Some-Thing, übersetzt Irgendein-Ding) hervorgegangen. Und das ist vielleicht das größte Wunder von allen. Wieso ist überhaupt irgendetwas und nicht vielmehr Nichts? Mit dieser Frage haben sich die Philosophen und Theologen zu allen Zeiten beschäftigt. Doch damit nicht genug hat dieses Etwas genau die Eigenschaften, die es ihm ermöglichen, innerhalb von Milliarden von Jahren ein Bewusstsein hervorzubringen, dass sich genau dieses Prozesses bewusst werden kann. Und beim Schreiben wird mir gerade das Ungeheurliche dessen bewusst, dass – obwohl kaum jemand von uns je älter als 100 Jahre alt wird und noch niemand unsere Erdumlaufbahn geschweige denn unser Sonnensystem verlassen hat – wir uns dennoch ein Bild (wie unvollkommen auch immer) dieses unfassbar großen und alten Universums und seiner Geschichte machen können. Innerhalb der ersten Bruchteile von Sekunden dieses Big Bangs – der genau genommen immer noch andauert – bilden sich die physikalischen Gesetze aus, die wir heute noch kennen. Elementarteilchen entstehen und zerstrahlen wieder durch Kollision. In den darauf folgenden Jahrmilliarden von Jahren, in denen sich unser Universum immer weiter ausdehnt und abkühlt, kommen zunächst immer mehr dieser Elementarteilchen zusammen, angezogen voneinander durch eine mysteriöse Kraft, die wir im Center for Integral Wisdom Eros nennen, auch wenn sie sich auf dieser Ebene als die verschiedenen physikalischen Kräfte ausdrückt, und bilden Atome heraus – zunächst Wasserstoff, dann Helium, später größere Atome, bis hin zu allen heute bekannten Elementen. Eros = die Erfahrung von radikaler Lebendigkeit, die sich nach immer tieferem Kontakt sehnt, der in der Folge immer größere Ganzheiten hervorbringt. – Dr. Marc Gafni (übersetzt von mir) Immer mehr Atome kommen zusammen, werden gewissermaßen intim miteinander, angezogen durch mysteriöse Kräfte, die von der heutigen Physik beschrieben, aber keineswegs erklärt werden können (wir wissen wie, aber nicht warum). Diese Atome beginnen nun Moleküle zu bilden – zunächst einfache, dann immer komplexere – mit ganz neuen Eigenschaften, die nicht durch die Summe ihrer Einzelteile erklärt werden können. Z.B. hat Wasser ganz andere Eigenschaften als der Wasserstoff und der Sauerstoff, aus dem es zusammengesetzt wird. Intimität = geteilte Identität im Kontext von relativer Andersartigkeit + gegenseitiges Erkennen + + gegenseitiges Fühlen + geteilte Werte + gemeinsamer Sinn (Purpose) = gemeinsame Leidenschaft – Dr. Marc Gafni (übersetzt von mir) Gleichzeitig formt sich unser Kosmos immer weiter aus zu Galaxien, Sternen, Sonnensystemen und Planeten. Und plötzlich: Leben! Ein biologischer Urknall: Komplexe Moleküle werden voneinander angezogen und bilden sich selbst replizierende Strukturen aus, umgeben von halbdurchlässigen Membranen: Einzeller. Und damit der Beginn der biologischen Evolution: Aus Einzellern werden Mehrzeller, aus Mehrzellern komplexe Mehrzeller. Die Zellen beginnen auf mysteriöse Art und Weise selbstorganisierend zu kooperieren. Aus komplexen Mehrzellern entsteht die ganze Vielfalt der Arten: Pflanzen, Pilze, Insekten, Fische, Amphibien, Reptilien, Vögel, Säugetiere… und schließlich der Mensch. Und Kooperation gibt es nicht nur innerhalb der Individuen, sondern auch kollektiv innerhalb der verschiedenen Arten und sogar darüber hinaus. Es sind in der Evolution selten die Stärksten, die überleben, sondern die am besten an ihre Umgebung Angepassten. Und die Fähigkeit zur Kooperation und Liebe war schon von jeher ein Anpassungsvorteil. Und dann, vor ca. 100.000 Jahren, der Beginn der kulturellen Evolution. Die ersten Menschen, die zunächst über Millionen von Jahren in nomadischen Überlebenshorden zusammenleben, beginnen Werkzeuge zu benutzen und Sprache zu entwickeln. Die Entwicklung des Gartenbaus bringt ein neues Bewusstsein mit einer magischen Stammeskultur hervor. Und die kulturelle Entwicklung geht immer weiter. Mit dem Aufkommen der Agrarwirtschaft entsteht überall auf der Welt ein mythisches, ethnozentrisches Bewusstsein, das alle Menschen – weit über die bisherigen Stammesgrenzen von etwas 150 Pesonen hinaus – einbezieht, die diese Mythen teilen. Die ersten Religionen und Nationen entstehen. Mit dem Beginn des Industriezeitalters geht die weltzentrische Aufklärung der Moderne einher. Mit dem Informationszeitalter beginnt die Postmoderne mit ihrem Verständnis von Kontext und Perspektiven und ihrem ökologischen und multikulturellen Schwerpunkt. Und so langsam dämmert es uns, dass die Evolution eine Richtung hat. Der innewohnende Antrieb oder Eros der Evolution hat einen Telos, ein Ziel. Wir leben in einem – wie Barbara Marx Hubbard das nennt – telerotischen Universum (telerotisch = Telos + Eros), das sich in Richtung einer immer weiter wachsenden Komplexität, Bewusstheit und Liebesfähigkeit entwickelt, letzteres zumindest potenziell. Denn was mit Komplexität und Bewusstsein auch mitwächst ist die Freiheit der Wahl. Nicht einmal Elementarteilchen sind komplett determiniert. Genau genommen handelt es sich ja nicht einmal um Teilchen, sondern um Wahrscheinlichkeitswellen, die sich nur unter bestimmten Umständen in Momenten der Interaktion (= Intimität) miteinander zu beobachtbaren Teilchen manifestieren. Doch selbst unsere nächsten Verwandten, die Säugetiere (oder zumindest die meisten von ihnen), sind noch überwiegend instinktbestimmt. Und auch bei uns Menschen befindet sich die Wahlfreiheit allem Anschein nach noch sehr in den Kinderschuhen. Denn wenn wir ehrlich sind, werden wir doch meist von unseren egobasierten Mustern und Automatiken bestimmt. Und dennoch nähern wir uns mit Siebenmeilenstiefeln dem Punkt, an dem es kein Zurück mehr gibt. Unsere nächsten Schritte führen uns entweder kollektiv in den Abgrund, oder wir treffen die bewusste Wahl für unsere eigene Evolution: Die Wahl WIRKLICH Liebende zu werden. Doch was heißt eigentlich Liebe?

„We live in a world of outrageous pain. The only response to outrageous pain is Outrageous Love.“ – Dr. Marc Gafni „Wir leben in einer Welt von wahnsinnigem, himmelschreiendem Schmerz. Die einzig angemessene Antwort darauf ist eine ebenso wahnsinnige, ja himmelschreiende Liebe.“ – Dr. Marc Gafni (von mir übersetzt)

Leider gibt es im Deutschen keine wirklich gute Übersetzung für das Wort „outrageous“. „Outrageous pain“ heißt „himmelschreiender Schmerz“. Doch „Outrageous Love“? Eine Liebe, die genauso zum Himmel schreit, wie es der Schmerz tut, den wir überall auf der Welt wahrnehmen? Das wäre schon etwas. Manche sprechen von bedingungsloser Liebe. Doch was ist damit eigentlich gemeint? Soll ich wirklich einen Hitler lieben? Was würde das bedeuten? Allzu oft ist „bedingungslose Liebe“ zu einem Klischee verkommen, mit den dazugehörigen Engelchenbildern, Rosen, Regenbögen und verklärten Blicken. Was Outrageous Love meint, ist das Gegenteil davon. Es ist eine tätige Liebe, die nicht ruht, bis der letzte Schmerz geheilt und die letzte Träne getrocknet ist. Es ist dieselbe Kraft, die schon dem Urknall zugrunde liegt und die dafür gesorgt hat, dass Elementarteilchen zueinanderfinden und Atome bilden, dass Atome zueinanderfinden und Moleküle bilden, dass Moleküle zu Zellen und Zellen zu Mehrzellern werden. Es ist dieselbe Kraft, die der biologischen Evolution zugrunde liegt und die sich in der kulturellen Evolution fortsetzt. Wir können sie mit gutem Recht als Evolutionäre Liebe bezeichnen – oder auch als Eros. Und wenn wir genau hinschauen, so können wir sehen, dass die Liebe SELBST in all dem einer Evolution unterliegt: von einer physikalischen, unbewussten Anziehungskraft über einen lustgesteuerten, meist unterbewussten Trieb, hin zu einer der bewussten Wahl unterliegenden Kraft, die weit über unser unmittelbares Umfeld hinausreicht. Um das zu verdeutlichen, unterscheiden wir hier zwischen Evolutionärer Liebe (oder Outrageous Love) und gewöhnlicher Liebe.

„Der Unterschied zwischen gewöhnlicher Liebe und Evolutionärer Liebe ist der Unterschied zwischen einer sehr hohen Zahl und der Unendlichkeit.“ – Dr. Marc Gafni (von mir übersetzt)

Gewöhnliche Liebe ist

  • eine Emotion

  • eine automatische Reaktion auf irgendwelche Auslöser sowie

  • eine Strategie unseres Egos.

Wir verlieben uns aufgrund von Ähnlichkeiten mit unseren primären Pflegepersonen, ausgelöst durch chemische Botenstoffen usw. Und genauso schnell, wie wir uns VERliebt haben, ENTlieben wir uns meist wieder. Häufig sind es genau die Menschen, die wir am tiefsten geliebt haben, die wir dann am meisten ablehnen oder gar hassen. Und wenn wir uns eine Liste der Menschen machen, die wir lieben, und eine Liste der Menschen, die uns egozentrische Befriedigung geben, so werden wir feststellen, dass diese Listen meist identisch sind. Liebe ist natürlich in jeder Form wunderschön. Und doch ist der Unterschied zwischen gewöhnlicher Liebe und Evolutionärer Liebe gewaltig. Evolutionäre Liebe ist kein Gefühl, keine Strategie und keine Re-Aktion auf irgendwelche Auslöser, sondern eine Aktion aus dem evolutionären Impuls, dem Eros der Evolution heraus, der sich in Richtung immer größerer Bewusstheit und Liebe bewegt. Evolutionäre Liebe ist keine blinde Emotion, sondern eine bewusste Wahrnehmung der Essenz des Geliebten. Im Moment des sich Verliebens geschieht diese Wahrnehmung oft spontan. Sie kann jedoch auch trainiert werden. Ich kann meine Wahrnehmung bewusst auf das Schöne ausrichten und den anderen damit identifizieren, statt mit all dem, was ich nicht mag. Dies allein ist schon eine schockierende und potenziell lebensverändernde Erkenntnis, die ihre eigenen Praktiken hat. Mit ihr können wir erstmals wählen, jemanden zu lieben. Und mit der Praxis kann unsere Liebesfähigkeit ins Unendliche wachsen. Evolutionäre Liebe braucht unsere Wahl. Sie ist ein natürlicher Ausdruck unserer eigenen Essenz. Was also tut ein (R)Evolutionär Liebender?

Eine Evolutionär Liebende vollbringt Handlungen der Evolutionären Liebe. Ja, ja, schon klar, werden Sie jetzt einwenden. Doch welche? Es gibt ja so viel zu tun. Diejenigen, die zu Deinem Unique Self gehören, ist die Antwort. Okay, okay, aber was heißt das? Was ist mein Unique Self? Unique Self ist die Antwort auf die Frage: Wer bin ich? Wer bist Du? Wer sind wir? Es ist die Heilung für unseren schlimmsten Albtraum: den Albtraum, dass es egal ist, ob es uns gibt, oder dass wir lediglich Statisten auf der Bühne des Lebens sind. Unique Self sagt uns, dass wir zählen. (Dr. Marc Gafni – sinngemäß von mir übersetzt) Die Alles entscheidende Frage: Wer bin ich? Diese Frage zeichnet uns als Menschen aus. Tiere stellen diese Frage nicht. Und auch wir haben, wenn wir geboren werden, weder ein Ich, noch eine Sprache, womit wir diese Frage stellen könnten. Auch bei den Menschen in den Frühzeiten der Geschichte hatte sich noch kein klar abgegrenztes Ich herausgebildet. Die Übergänge zwischen Wachen und Träumen sind in diesem präpersonalen Bewusstsein fließend. Es reicht aus, an jemanden zu denken, um ihn herbeizuwünschen oder ihn zu verhexen. Das entsprechende Weltbild ist magisch, das Selbst ist präpersonal. Doch irgendwann im Laufe der Zeit entdeckt der Mensch sein Ich. Wir beginnen Ich zu sagen und unser Ich vom Nicht-Ich zu unterscheiden und abzugrenzen. Zunächst körperlich – diese Hand da kann ich bewegen, jene nicht – dann psychisch – es reicht nicht aus, jemanden herbeizuwünschen, damit sie erscheint – und schließlich mental – wir unterscheiden sprachlich zwischen Licht und Dunkel, hier und da, gestern und heute, ich und Du, gut und böse.

Die Geburtsstunde des Egos Wir nehmen uns als getrennt von unserer Umwelt und den anderen Menschen wahr: Es ist die Geburtsstunde des Egos. Und das ist ein notwendiger und wichtiger Bewusstseinsschritt.

Doch ist das nicht das Ende der Geschichte: Das Erwachen zum Wahren Selbst. Die mystischen Traditionen der Welt haben uns gelehrt, dass es möglich ist, von der Illusion der Trennung aufzuwachen. Und vielleicht haben wir es selbst schon einmal erlebt in Momenten seltener Klarheit oder „Flow“, dass wir plötzlich mit unserer Umgebung verschmelzen und uns unserer Einheit mit Allem-Was-Ist gewahr werden. Auf dieser Ebene realisieren wir unser „Wahres Selbst“. Und dieses Selbst ist radikal EINS. Es gibt kein Zweites. MEIN Wahres Selbst ist dasselbe wie DEIN Wahres Selbst.

Doch auch das ist noch nicht das Ende der Geschichte: Das Unique Self erwacht. Nachdem wir mindestens einen Schimmer dieses Erwachens erlebt haben, können wir zu unserem Unique Self – wie Marc Gafni das nennt – unserem Einzigartigen Selbst erwachen. Dieses Einzigartige Selbst ist nicht unser Ego. Es ist radikal ungetrennt und GLEICHZEITIG radikal einzigartig. Es ist das EINE Wahre Selbst, das durch Deine Augen schaut, während es gleichzeitig durch meine Augen schaut. Und während es radikal EINS ist, so hat es doch eine einzigartige Perspektive durch jeden von uns. Diese einzigartige Perspektive bringt unsere einzigartigen Gaben hervor. Doch es ist sogar noch mehr als das: unser Unique Self besitzt einen einzigartigen Geschmack, eine Qualität, eine einzigartige Art mit der Welt in Beziehung zu sein, eine einzigartige Intimität mit Allem-Was-Ist. Unique Self = Wahres Selbst + einzigartige Perspektive + einzigartige Qualität von Intimität = einzigartige Konfiguration von Intimität und Anziehung – Dr. Marc Gafni (übersetzt von mir) Denk einmal an einen Menschen, den Du kennst. Nun lasse ihn gehen und denke an eine andere Person. Dann lasse auch sie gehen und gehe zurück zur ersten Person. Ist es Dir schwer gefallen, die beiden Menschen auseinanderzuhalten? Hast Du ihre einzigartige Qualität erfahren? Gehe noch einmal dahin. „Schmecke“… Erspüre… …Person 1 …und dann Person 2. Du hast intuitiv ein Bewusstsein dafür. Diese Qualität ist nicht das Ego dieser Menschen, er ist nicht ihre Errungenschaften oder ihre Ängste. All das kann kommen und gehen, doch etwas bleibt gleich. Das ist der „Geschmack“ der Essenz dieser Person. Nun versuche einmal Dich selbst zu „schmecken“. Das ist weitaus schwieriger, nicht wahr? Der Geschmack unserer eigenen Essenz ist für uns wie der Ozean für einen Fisch. Wir sind ständig davon umgeben und können ihn nur schwer selbst wahrnehmen. Auch deshalb brauchen wir den Spiegel der anderen Menschen für unseren Weg zum Unique Self.

Doch selbst das ist noch nicht das Ende der Geschichte. Dieses Unique Self kann zu der Realisierung erwachen, dass es Teil dieses evolvierenden Kosmos ist, ja das es selbst ein einzigartiger, evolvierender Ausdruck des EINEN Evolutionären Impulses, des Evolutionären Eros, der Evolutionären (himmelschreienden) Liebe ist. Wow!

“Du bist ein einzigartiger Ausdruck der Liebes-Intelligenz und Liebes-Schönheit, die der auslösende und belebende Eros von Allem-Was-Ist ist, der in Dir, als Du und durch Dich lebt, der niemals war, ist, noch jemals wieder sein wird, außer durch Dich.” – Dr. Marc Gafni (von mir übersetzt)

Und noch ein Zitat:

“Du hast Handlungen der Evolutionären Liebe zu vollbringen, die durch niemand anderen, der jemals war, ist oder sein wird, außer durch Dich vollbracht werden können. Dein Unique Self hat Handlungen der Evolutionären Liebe zu vollbringen, die einen Bereich der Nicht-Liebe in der Welt heilen können, der nur durch Dich angegangen und geheilt werden kann.” – Marc Gafni (von mir übersetzt)

Wenn mehr und mehr von uns anfangen aufzuwachen, zu unserem ungetrennten und einzigartigen Evolutionären Unique Self, beginnt das eigentliche Wunder.

In der Natur nennen wir dieses Wunder auch: Das Geheimnis der Selbstorganisation


Wir können das in einem Ameisenhaufen oder Bienenstock beobachten. Doch auch unsere Zellen funktionieren so. Jede Ameise und jede Zelle unseres Körpers achtet auf die Ameisen oder Zellen in ihrem direkten Umfeld. Das führt zur Ausbildung der überaus intelligenten Strukturen unseres Organismus, Ameisenhaufens, Bienenstocks, Fisch- oder Vogelschwarms, um noch ein paar weitere Beispiele zu nennen.

Das gibt dem Gebot “Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst” eine ganz neue evolutionäre Bedeutung. Indem jeder Mensch auf seinen Nächsten achtet, ihn oder sie liebt und seine oder ihre einzigartigen Gaben als Antwort auf die Bedürfnisse seiner oder ihrer Umgebung gibt, bildet sich durch Selbstorganisation eine Struktur aus, die komplexer und intelligenter ist als die Summe ihrer Einzelteile. Zellen und Ameisen machen das unbewusst. Als Unique Self können und müssen wir das bewusst tun, denn anders als Zellen und Ameisen haben wir eine bewusste Wahl. Das Planetarische Erwachen durch die Unique Self Symphony Wenn mehr und mehr Menschen zu ihrem Unique Self erwachen und sich vernetzen, beginnen die einzigartigen Stimmen zusammen zu spielen wie in einer Jazz Symphonie. Dabei ist es nicht mein Job, die gesamte Musik zu machen, sondern mein Instrument zu spielen und dabei auf alle zu hören. Und plötzlich beginnt die anfängliche Kakophonie sich zu ordnen. Melodien und Harmonien bilden sich heraus. Eine kosmische Ordnung wird erkennbar. Die Menschheit oder der Planet als Ganzes erwacht auf einer neuen Ebene. Genau dieser Schritt ist auf der Ebene von Unique Self bewusst möglich. Dieser Schritt steht an. Und es braucht unser aller Mitwirkung dafür. Niemand ist überflüssig. Es gibt keine Statisten in diesem kosmischen Spiel. Jede und jeder einzelne ist ein Star, ist Drehbuchautor*in, Regisseur*in und Hauptdarsteller*in in einem. Wir alle sind Mitschöpfer*innen dieses Prozesses. Nicht nur einige wenige Erwachte oder Hyperintelligente, sondern wir alle sind unendlich wichtig in diesem kosmischen Zusammenspiel. Das zu wissen und wirklich zu erfahren ist die Erfüllung pur. Wir wissen, was wir als Antwort auf den Schmerz der Welt tun können und empfinden tiefste Freude beim Tun. Wir fühlen die Verbindung mit anderen und mit dem Ganzen. Niemand muss es alleine machen. Andere werden davon angezogen, und ihr eigenes Unique Self wird in ihnen entzündet. Narzissmus hört auf, der ja auf einem Mangel an Selbstliebe beruht und daher ständig seine Großartigkeit beweisen muss. Unique Self erkennt seine oder ihre eigene Größe und muss sie nicht länger beweisen. Konkurrenz mit anderen hört auf. Ich konkurriere allenfalls mit mir selbst: damit, heute eine bessere, intelligentere und effektivere Version meiner Selbst zu sein. Und wir fangen an, zum Wohle des Ganzen zusammenzuarbeiten. Wir geben unseren Beitrag nicht mehr vor allem für uns selbst und unsere Erfahrung oder unser Wohlgefühl. Wir geben unseren Beitrag zum Wohle des Ganzen und für die Evolution der Liebe selbst. Und gerade darin erfahren wir selbst totale Erfüllung. Wir können uns aneinander erfreuen. Ja, wir verlieben uns ineinander – im umfassenden evolutionären Sinne. Dabei hat jede/r einzelne viel mehr Energie zur Verfügung als vorher. Gemeinsam können wir ALLE Probleme lösen, die wir in der Welt gerade wahrnehmen. Oder anders ausgedrückt: Wo wir vorher Probleme gesehen haben, sehen wir jetzt Einladungen, ein größeres Spiel zu spielen. Und plötzlich sehen wir: => Wir KÖNNEN morgens aufwachen mit einem Gefühl von Enthusiasmus, Leidenschaft und Bestimmung. => Wir KÖNNEN wissen, was unser Platz in der Welt ist und ihn voller Freude ausfüllen. => Wir KÖNNEN Erfüllung und Genuss erleben, während wir einen echten Unterschied dadurch bewirken, dass wir ganz und gar authentisch wir selber sind. => Wir KÖNNEN in einer Gemeinschaft sein und mitwirken, die auf die gemeinsame Mission und Vision ausgerichtet ist, eine funktionierende Welt für alle zu schaffen. Die Metamorphose: Von der Raupe zum Schmetterling Als Bild für diese individuelle wie kollektive Transformation, von der wir hier sprechen, bietet sich die Metamorphose des Schmetterlings an. Eine Raupe ist in erster Linie eine Art Fressmaschine. Sie frisst und frisst und ist vielerorts als Schädling bekannt. Sie frisst solange, bis sie völlig überfressen ist und ihr Immunsystem beginnt zusammenzubrechen. Doch dann beginnt die Magie: Im Körper der Raupe befinden sich bereits sogenannte Imaginale Zellen. Diese Zellen werden vom Immunsystem der Raupe bekämpft. Sobald dieses beginnt zusammenzubrechen, fangen die Imaginalen Zellen an sich zu vermehren und miteinander zu vernetzen. Die Raupe verpuppt sich. Bei der Verpuppung findet ein fast vollständiger körperlicher Umbau (die Metamorphose) statt. Die meisten bisherigen Zellen der Raupe werden zu einer Art Suppe, die den Imaginalen Zellen als Nahrung dient. Die Imaginalen Zellen übernehmen und dirigieren den Umbau. Die Organe der Raupe werden nun funktionslos, vollkommen entdifferenziert und abgebaut. Die verschiedenen, bereits in der Raupe differenzierten, Imaginalen Zellen beginnen die wesentlichen Organe des Schmetterlings, von denen bei der Raupe keine Spur erkennbar war, komplett neu anzulegen. Beim letztendlichen Schlupf der Imago aus der Puppenhaut, erlangen diese Organe dann schließlich ihre endgültige Form und härten aus. Während die Raupe in erster Linie ein Schädling war, der mehr verbraucht hat, als er zum ihn umgebenden Ökosystem beigetragen hat, trägt der Schmetterling nicht nur zur Schönheit der Welt, sondern durch Bestäubung auch zum Erhalt unzähliger Arten bei.

Die persönliche Transformation als Metamorphose Der Schritt vom Ego zum Unique Self oder von der gewöhnlichen zur evolutionären Liebe ist nicht durch gewöhnliches Lernen zu erreichen. Keine Information der Welt kann uns dazu bewegen, diesen Schritt zu vollziehen. Vielmehr bedarf es einer grundlegenden Transformation unserer Identität. Diese Transformation ist gut am Modell der Schmetterlingsmetamorphose nachvollziehbar. Während das getrennte Selbst oder Ego, ähnlich wie die Raupe, in erster Linie sich selbst dient und dabei oft mehr verbraucht, als es beiträgt, gibt es im Ego bereits die Ahnung von etwas anderem (die Imaginalen Zellen). Da ist diese Sehnsucht, die innerhalb eines getrennten Selbstes überhaupt keinen Sinn ergibt. Warum sollte ich mich nach Einheit sehnen, wenn diese Einheit nicht existiert? Warum sollte ich mich danach sehnen ein Beitrag zu sein, wenn es doch lediglich um das Überleben des getrennten Selbstes geht? Ein Fisch sehnt sich nicht nach dem Trockenen. Diese Sehnsüchte werden vom Ego entweder bekämpft oder in einer Pseudoform in seine eigene Suche nach egozentrischer Befriedigung eingebaut. Die Angst vor dem Tod und die Sehnsucht nach einem echten Beitrag führt zu allerlei Unsterblichkeitsprojekten, die Sehnsucht nach Einheit zum Anklammern an geliebte Menschen oder Besitz. Das Ego wächst und wächst und verbraucht dabei, innerlich wie äußerlich, weit mehr Ressourcen als es beiträgt. Allmählich beginnt nicht nur das Ökosystem, sondern auch das eigene emotionale Immunsystem zusammenzubrechen. Da all die Unsterblichkeitsprojekte und Anhaftungen des Egos nicht zu wirklicher Befriedigung führen, braucht es, wie bei einem Suchtkranken, mehr und mehr. Und doch ist es nie genug.

Allmählich macht sich Resignation breit. Mitunter äußert sich diese lediglich als ein sich Abfinden damit, dass das eigene Leben halt einfach nur mittelmäßig ist: Andere mögen ein großartiges Leben führen. Ich selbst gehöre einfach nicht dazu. Pech gehabt. Bei manchen wächst sich diese Einstellung zu einem noch deutlicheren Zynismus aus, der jedes Streben nach mehr bereits als Größenwahn abtut: Ja, ja, träum weiter. Du wirst schon sehen, was Du davon hast. Bei wieder anderen wächst die Resignation in eine regelrechte Depression hinein. Und die wird dann mit allen Mitteln bekämpft. Dabei enthält diese Krise bereits ihre größte Chance. Die Metamorphose hat begonnen. Statt die Imaginalen Zellen in uns weiter zu bekämpfen, um die Funktionalität auf der untersten Ebene und das Überleben unseres Egos noch eine Weile zu verlängern, können wir den Imaginalen Zellen (unseren Ahnungen und Sehnsüchten) die Führung überlassen und den totalen Umbau unserer Identität erlauben. Das kann durchaus Angst machen, und es ist hilfreich, sich in diesen Zeiten eine mit diesen Prozessen erfahrene Begleitung zu suchen, die die zarten neuen Strukturen schützt und die Prozesse durch erprobte Methoden und Praktiken erleichtert. Doch das Bild der Metamorphose trägt noch weiter: Kulturelle Evolution: Kollektive Transformation als Metamorphose Wie schon oben gesagt, spricht einiges dafür, dass sich derzeit nicht nur einzelne Menschen, sondern die gesamte Menschheit in einer Art Metamorphose befindet. Die Menschheit als Ganzes steht vor der Erkenntnis, dass wir, wenn wir so weiter machen, zum ersten Mal in der Geschichte dazu in der Lage sind, durch unser eigenes Tun und Lassen das Überleben der ganzen Menschheit aufs Spiel zu setzen. Und auch diese Krise birgt natürlich Chancen.

Einzelne Pioniere und Visionäre experimentieren bereits heute mit neuen Strukturen. Wie die Imaginalen Zellen im Körper der Raupe werden auch sie häufig vom kollektiven Immunsystem bekämpft. Und so bleiben sie oft im Untergrund, unterhalb des Radars der bestehende Systeme, bis die bisherigen, nicht nachhaltigen Strukturen unter ihrer eigenen Last zusammenbrechen. Bereits im Untergrund fangen sie an sich zu vernetzen und Praxisgemeinschaften zu bilden. Wenn die Zeit für die neue Emergenz reif ist, können sie schnell eine kritische Masse erreichen und gemeinsam den Aufbau des Neuen beginnen.

Wie in der Schmetterlingspuppe werden die meisten alten Strukturen umgebaut oder aufgelöst und dienen als Nährstoff für das Neue, während die schon existierenden Imaginalen Zellen sich immer schneller vernetzen und durch Selbstorganisation die neuen Systeme und Strukturen bilden. Ein neues kollektives Bewusstsein entsteht; ein Bewusstsein, das nicht (top-down) das individuelle Bewusstsein zu ersetzen versucht, wie das bisher in den meisten Utopien der Fall war, wie z.B. im real existierenden Sozialismus. Stattdessen erwacht in diesem Bottom-Up-Prozess jedes Individuum zu seinem einzigartigen Ausdruck der Evolution, zu seinem evolutionären Unique Self. Über die Prinzipien der Selbstorganisation bildet sich dann eine neue Einheit, die mehr ist als die Summe seiner Einzelteile – so wie auch der Körper mehr ist als die Summe seiner Zellen, während doch jede einzelne Zelle in ihrer Einzigartigkeit gewürdigt ist. Genau das ist die Unique Self Jazz Symphony, von der wir oben bereits gesprochen haben. Meine eigene Metamorphose Ich selbst habe mein Leben lang nach dem gesucht, „was die Welt im Innersten zusammenhält.“ Schon sehr früh im Leben hatte ich bereits eine Intuition dieses Einen Bewusstseins – die imaginalen Zellen in Aktion. Das Erwachen meines falschen Ichs Einen Tag vor meinem 5. Geburtstag stirbt meine geliebte Oma, die bei uns gewohnt hat, an Leukämie. Mit all meiner Liebe habe ich das nicht verhindern können. Mein erstes Versagen… Ich entscheide: Die Welt ist ein Ort voller Unsicherheit und Trennung. Ich bin nicht sicher auf dieser Welt. Ich bin hilflos und unsicher. Ich bin getrennt. Und ich bin nicht genug. Von nun an habe ich enorme Angst oder geradezu Panik vor dem Allein- und Getrenntsein. Der Tod kommt mir wie ein schwarzes Loch vor, das geliebte Menschen und irgendwann auch mich selbst verschlingt. Ich spüre den Schmerz des Getrenntseins so intensiv, dass ich keinerlei Zweifel habe, dass es noch etwas anderes geben muss. Ich sehne mich nach Liebe und Einheit. Doch etwas in mir kreiert ständig Erlebnisse und Gefühle des Getrenntseins, der Ablehnung und der Ohnmacht. Ich versuche alles, um zu verhindern, dass Menschen mich verlassen. Ich bin das gute Mädchen, das es allen recht zu machen versucht und vor allem die Erwartungen meiner Eltern erfüllen muss, aus Angst sie könnten mich auch verlassen. Ich werde 8 Jahre alt, und wir ziehen vom Land in die Großstadt. Ich bin das Mädchen vom Lande und von heute auf morgen Außenseiterin. Meine guten Noten helfen mir auch nicht weiter. Im Gegenteil. Auf jedem Nachhauseweg werde ich von den Jungen in meiner Klasse verfolgt. Die Mädchen helfen mir auch nicht. Heute würde man das Mobbing nennen. Also entscheide ich: Ich muss es alleine schaffen, auch wenn ich noch nicht weiß wie, denn die Angst vor dem Alleinsein hält mich immer noch gefangen.

Im Alter von 13 Jahren weiß ich, dass ich nie so oberflächig werden will wie die Erwachsenen. Für mich soll es darum gehen, Körper, Geist und Seele zu vereinen und einen wesentlichen Beitrag für die Menschheit zu leisten. Das ist etwas, das mir noch immer nahe ist. Doch zunächst muss ich noch viel lernen. Mein Weg führt mich über ein abgebrochenes Physikstudium zum Tanzpädagogik-Studium nach Holland. Direkt im Anschluss daran stirbt mein Vater an Leukämie. Mit 27 Jahren gehe ich auf Stipendium an das Alvin Ailey American Dance Center in New York. Hier überwinde ich nach wochenlangem Tränenstrom endgültig meine Angst vor dem Alleinsein. Lediglich beim Einschlafen und Aufwachen überkommt mich manchmal noch die altbekannte Panik. Und da geschieht es: Meine erste große Krise mit 28 Nach Monaten des täglichen 8-Stunden-Trainings breche ich mit massiven Rückenschmerzen zusammen. Mir ist klar: Das ist das Ende meiner Tanzkarriere, die noch gar nicht so richtig angefangen hat – mit einer Größe von 1,87 m ohnehin kein leichtes Unterfangen. Ich bin pleite. Nach einer unglücklichen Liebesgeschichte bin ich mit gebrochenem Herzen allein. Ich bin in einer regelrechten Depression. Ich frage mich: Was in meinem Leben habe ich getan, weil ich es wollte? Und was nur, weil meine Mutter es wollte? Oder um zu verhindern, dass ich allein gelassen werde? Ich habe keine Antwort. Ich bin am Boden angekommen. Ich laufe in New York herum wie meine eigene Urgroßmutter. Und es wird Jahre dauern, bis ich mich Schritt für Schritt aus diesem Loch herausarbeite. Wenige Monate später erlebe ich gemeinsam mit meinem Geliebten ein erotisches Erwachen in einen Zustand von überwältigender, allumfassender Liebe und Einheit. Dieser Zustand hält ungefähr eine Stunde an, während der ich weiß, dass es genau das ist, wonach ich mich immer gesehnt habe. Gleichzeitig ist mir klar, dass ich das noch gar nicht halten kann. Mein Körper reagiert, als ob ich betrunken wäre, trunken vor Liebe, wie schon Rumi das genannt hatte. Doch dieses Erleben ist genug, um mich fortan zu leiten. Irgendwann würde ich diese Liebe permanent verwirklichen können. Mein Weg führt mich von den verschiedensten spirituellen Wegen und Methoden, über energetische Heilungsarbeit, Psychologie, Montessori-Pädagogik, Aufstellungsarbeit, Projektmanagement, Personal- und Organisationsentwicklung zur Integralen Theorie und schließlich, in 2011, zur Arbeit mit dem Unique Self und der Evolutionären Liebe nach Dr. Marc Gafni, der mein persönlicher Lehrer wird, während ich gleichzeitig mit ihm arbeite.

Ich bin in verschiedenen Rollen Teil des Executive Teams des von ihm gegründeten Center for Integral Wisdom. Hier stehen wir gemeinsam (mit einem wachsenden Team) als Verkörperung von Outrageous Love und der Unique Self Symphony dafür ein, dieses “Dharma” von Unique Self und der Evolutionären Liebe weiterzuentwickeln und in die Welt zu bringen. Und ich bin mittendrin – an der Quelle dieser Arbeit. Ich erlerne die effektivsten Methoden zur Schattenarbeit und Transformation des “Falschen Selbstes.” Denn erst, wenn die automatischen Muster des Egos voll erkannt und integriert sind, kann das Unique Self wirklich in Erscheinung treten. Doch der Weg geht weiter. Meine zweite große Krise Auch wenn ich meiner eigenen Vision schon so nahe gekommen bin, falle ich noch einmal auf meine eigenen Muster herein. Ich setze keine Grenzen und verliere ich mich in den unendlichen Weiten dieser Vision. Ich höre auf, all das anzuwenden, was ich über Selbstfürsorge und die Praxis der Verkörperung gelernt habe und versuche wieder einmal, es allen rechtzumachen. Als schließlich die Corona-Krise über das Wegfallen vieler Ausgleichsstrategien mein ungesundes Verhalten noch verstärkt, breche ich in 2020 mit Burnout zusammen. Ich suche mir Unterstützung, verbringe sogar einige Woche in der Klinik Heiligenfeld, mache eine Trauma-Therapie Fachfortbildung und beginne, mir selbst eine gesunde Struktur zu setzen mit einer täglichen Praxis von (Kundalini-)Yoga, Meditation, Chanting, Beten, etc. Und ich erkenne nun wirklich, was zu mir gehört und was nicht. Erst jetzt mit inzwischen 57 Jahren bin ich an dem Punkt angekommen, an dem ich meinen ureigenen Beitrag wirklich geben kann. Meine Suche hat Früchte getragen und mich mit den besten Methoden und Ansätzen in Spiritualität, Psychologe, Philosophie und Wissenschaft in Kontakt gebracht. Und nicht nur das… Ich bin durch einen eigenen Prozess der Metamorphose gegangen, der nichts Menschliches ausgelassen hat. Ich verkörpere, was ich vermittle. Ich bin nach wie vor Teil des Executive Team des Centers und arbeite an einigen Buchprojekten als Lektorin mit. Doch in der Hauptsache arbeite ich daran ein Zentrum in Gerolzhofen (und online) zu erschaffen, in der ich die Praktiken und das Dharma der Weltspiritualität, der Evolutionären Liebe und des Unique Self weitergebe und Menschen darin begleite, zu ihrem Unique Self aufzuwachen und aufzuwachsen, mit ihren einzigartigen Gaben in Erscheinung zu treten und ihre eigenen Visionen zu verwirklichen. In all dem findet mein eigenes Unique Self tiefste Erfüllung. Was ist Dein Unique Self? Welcher Schritt steht für Dich als nächstes an? Der Ruf Ähnlich wie bei der klassischen Heldenreise beginnt auch die Reise des Unique Self mit einem Ruf. Etwas in mir zieht mich. Ich spüre: Das kann doch noch nicht alles gewesen sein. Da ist mehr möglich: mehr Weite, mehr Liebe, mehr Erfüllung… Kinder haben dieses Gespür noch ganz natürlich. Sie erwachen jeden Morgen mit dem Gefühl, dass etwas Ungeheuerliches vor ihnen liegt, dass sie die Welt erobern wollen und sich auf einer großen Abenteuerreise befinden. Wir Erwachsenen müssen erst wieder jenseits unserer über Jahrzehnte erworbenen Resignation kommen. Und dazu braucht es mitunter einiges: Das können Menschen in unserem Leben sein, die sich für uns einsetzen, bis hin zu Weckrufen durch Krankheit, Verlust oder sonstwie geartetes Leid. Damit will ich keineswegs sagen, dass wir jegliches Leid selbst verursachen, wie das in der Esoterik oft so üblich ist. Doch jenseits der Frage nach der Ursache und den Gründen kann Leiden mitunter unser Aufwachen beschleunigen. Krisen sind sowohl im großen Ganzen, als auch in unserer persönlichen Entwicklung oft Antreiber der Evolution. Letztlich drängt uns dieser Ruf vor allem, uns selbst zu erkennen und uns auf unseren ureigenen Weg zu machen. 1. „Erkenne Dein Unique Self“ Das neue Welt- und Selbstbild von Unique Self eröffnet uns neue Sichtweisen. Wir beginnen etwas zu sehen, was für uns vorher unsichtbar war. Wir probieren die neue Sichtweise aus und entdecken Neues in uns selbst und bei anderen. Doch es reicht nicht, das Wasser des Lebens nur zu finden, wir müssen es auch trinken: Durch verschiedene Praktiken können wir die Muster unseres Falsches Selbst erkennen und es bis zu unserem authentischen Unique Self zurückverfolgen. Zahlreiche Wake Up-, Grow Up- und Show Up-Praktiken ermöglichen uns, unser einzigartiges Selbst mehr und mehr zu verkörpern. Wir beginnen unsere Essenz zu verkörpern und unsere Visionen zu leben; und das Leben gibt uns Feedback. Wir lernen, unser Unique Self von unserem Ego zu unterscheiden. Unser Ego wird nie weggehen. Wege, die Entwicklung jenseits des Egos versprechen, führen allzuhäufig in die Illusion. Das Ego wird nicht mehr gesehen und geht in den Schatten. Von dort aus macht es sich durch Projektion bemerkbar und vergiftet unser Leben und oft auch das der anderen. Umso wichtiger ist es, Anhaltspunkte zu haben, zwischen Ego und Unique Self anhand der Auswirkungen auf uns selbst und andere unterscheiden zu können. Unique Self und Ego Unser Ego fühlt sich getrennt von allem. Es erlebt sich als klein gegenüber einer riesigen Welt. Es versucht zu überleben und sich selbst und die Welt zu verbessern oder zu reparieren. Unser Unique Self ist verbunden und eins mit der Welt. Es erkennt, wie wir diese Welt in jedem Moment gemeinsam mit allen anderen hervorbringen. Das gibt uns einen Zugang zu unserer ureigenen Kreativität und Kraft. Aus unserem Ego heraus erleben wir einen ständigen Mangel an Ressourcen, Liebe und Möglichkeiten. Deshalb sind wir in Konkurrenz mit allen anderen. Nur indem wir ständig besser sind als unsere Konkurrenten, können wir gewinnen und einen Vorteil für uns und die uns Lieben herausholen. Für unser Unique Self gibt es einen unendlichen Vorrat von Liebe, Kreativität und Möglichkeiten. Aus unserem Unique Self heraus sind wir uns unserer Einzigartigkeit und der der anderen so bewusst, dass jegliche Konkurrenz aufhört. Großzügigkeit und Zusammenarbeit werden möglich. Unser Antrieb ist nicht länger die Konkurrenz mit anderen, sondern unser ureigener Beitrag zum evolutionären Zweck. Unsere Ziele verändern sich. Auf dem Weg zu Erfolg 4.0… Wir hören auf, an einer ständigen Verbesserung (höher, schneller, weiter) zu arbeiten, was allenfalls zu mehr desselben führt und meist nicht einmal funktioniert. Stattdessen beginnen wir unsere Ziele auszurichten an unserem eigenen Evolutionären Impuls. Statt um Verbesserung geht es um echte Transformation. Statt nachzuahmen (Ego), beginnen wir unsere Originalität zu entwickeln (Unique Self). Statt auf Umstände zu reagieren und Gründe vorzuschützen (Ego), beginnen wir das zu kreieren, was uns zutiefst am Herzen liegt und dabei von einer tiefen Integrität geleitet zu sein (Unique Self). Liebe wird von einer Strategie des Egos und einer Reaktion auf Umstände zu einer gewählten Aktion und einem natürlichen Ausdruck unserer Essenz, unseres Unique Self. Hier kannst Du 26 Unterscheidungen zwischen Ego und Unique Self herunterladen (von Dr. Marc Gafni – auf Englisch). 2. „Bilde Praxispartnerschaften und -gruppen“ Praktiken der Liebe brauchen ein Gegenüber. Zusätzlich zu Einzelpraktiken ist es wichtig, in Übungen zu zweit oder in kleinen Gruppen miteinander zu praktizieren. Erste Praxisgemeinschaften entstehen. Erfahrungen des Aufwachens und der Liebe verstärken sich in Gemeinschaft. Indem wir uns gegenseitig daran erinnern und zuständig halten, wenn wir wieder in alte Muster rutschen, können wir unsere Visionen tatsächlich und effektiv verwirklichen. Gewöhnliche Freundschaften sind dazu oft nur bedingt hilfreich, da sie uns meist eher darin bestärken, wieder in alte Muster zurückzurutschen. Schließlich kennt man uns so. Und wir befinden uns ja in guter Gesellschaft. Bewusste Praxisgemeinschaften – virtuell wie vor Ort – sind ein Weg da hinaus. Auch die Begleitung durch eine*n auf diesem Weg geschulten Lehrer*in oder Coach kann hier extrem hilfreich sein. 3. „Entwickle oder finde und nutze hilfreiche Strukturen und Werkzeuge“ Es braucht Strukturen, die unserem neuen Bewusstsein und unseren Vorhaben entsprechen. Es nützt nichts, den neuen Wein in alte Schläuche zu füllen. Ohne neue befreiende Strukturen ist das neue Bewusstsein allzu flüchtig. Wer kennt das nicht, dass wir uns in einem inspirierten Moment etwas vornehmen, doch dann “hat der Alltag uns wieder” und uns fallen tausend Gründe ein, warum wir das besser schnell wieder vergessen sollten. Oder wir vergessen es wirklich, bis auf ein leises, aber nagendes, schlechtes Gewissen im Hintergrund, das wir möglichst verdrängen. Neben dem Kontakt mit anderen Menschen, die uns zuständig halten, können uns verschiedene Werkzeuge und Strukturen dabei unterstützen, an unseren Vorhaben festzuhalten und sie zu verwirklichen. 4. „Komm in Evolutionären Gemeinschaften zusammen“ Was ermöglicht das Entstehen der Unique Self Symphony? Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst ist ja ganz schön als Leitsatz, doch wer ist in dieser heutigen Zeit mein Nächster? Mir persönlich sind z.B. meine Kollegen in Amerika oft sehr viel näher als meine Nachbarn im Haus. Barbara Marx Hubbard hat ein schönes “Teaching” dazu. Sie sagt, dass so, wie die sexuelle Erregung oder Anziehung uns bisher dazu gebracht hat unsere Gene zu verbinden, um ein Kind zu erzeugen, so ist es in dieser neuen Zeit die “Vocational Arousal” (also die berufungsmäßige Erregung oder Anziehung), die uns dazu bringt unsere Genies (unsere Begabungen und Kompetenzen) zu verbinden, um den Neuen Menschen und damit die Unique Self Symphony hervorzubringen.

Dr. Marc Gafni nennt das "allurement" - eine Art magisches Angezogen sein voneinander. Jemanden zu treffen, der mit einer ähnlichen Vision unterwegs ist wie man selbst, ist im wahrsten Sinne des Wortes erregend. Die Evolution belohnt den nächsten Schritt genau wie die vorherigen. In echten und virtuellen Gemeinschaften, die um einen gemeinsamen evolutionären Zweck kreisen, erleben wir unsere volle Lebendigkeit und Liebe. Wir können bewusst zusammenbringen, was funktioniert, und mit neuen Ideen, Inhalten und Strukturen experimentieren.

“You never change things by fighting the existing reality. To change something, build a new model that makes the existing model obsolete.” — “Du veränderst nichts, indem Du die existierende Realität bekämpfst. Um etwas zu verändern, erschaffe ein neues Modell, das das existierende Modell überflüssig macht.” — R. Buckminster Fuller

Persönliche Einladung Wenn Du ein Mensch bist, der einen echten Unterschied in der Welt machen will, lade ich Dich herzlich ein, an der gemeinsamen Vision mitzuarbeiten und/oder Dich von mir bei der Verwirklichung Deiner eigenen Vision unterstützen und begleiten zu lassen. Als Unique Self bin ich beseelt davon, die besten Teachings, Methoden und Praktiken zu entdecken und zusammenzubringen, sie gemeinsam mit anderen weiterzuentwickeln, in die Praxis umzusetzen und zu teilen. Zudem liebe ich es, Menschen auf ihrem Weg der Transformation zu begleiten und sie zu unterstützen, ihre eigenen Visionen in die Realität zu bringen. => Meine Seminare und Kurse vermitteln das neue Welt- und Selbstbild von Integraler Weisheit, Unique Self, Conscious Evolution, Erfolg 4.0, Evolutionärer Liebe, Eros und einer Weltspiritualität, die auf Integralen Prinzipien basiert. Dadurch öffnet sich unser Blick für Erkenntnisse, die vorher unsichtbar waren. Unsere blinden Flecken gehen auf. Praktiken stellen neue Möglichkeiten zur Verfügung, das Gelernte wirklich zu verkörpern und im Alltag umzusetzen. => Beim Coaching geht es spezifisch um Dein Unique Self oder Dein Anliegen, das in die Tat umgesetzt werden will. Wenn Dich das interessiert, sollten wir uns unterhalten. Coaching & Training für das Neue Zeitalter Bei aller Unterschiedlichkeit der Glaubenssysteme, die in den verschiedenen Gruppierungen vorherrschen, so herrscht eine merkwürdige Einigkeit in weiten Kreisen darüber, dass wir global und kollektiv am Beginn eines neuen Zeitalters stehen.

Dabei kann sich das Neue Zeitalter auf so unterschiedliche Dinge beziehen wie:

  • das Informations-, Internet- oder Networking-Zeitalter

  • das Zeitalter des exponentiellen Anstiegs von Komplexität & Innovation

  • das Integrale Zeitalter oder der bedeutende Sprung des Bewusstseins in den 2. Rang

  • oder auch das New Age, das nach dem Ende des Mayakalenders begonnen hat, das Age of Aquarius oder das Zeitalter, das zyklisch auf das Ende des Kali Yuga folgt.

Hier verstehen wir darunter die Emergenz des neuen Menschen und der neuen Menschen - das, was Marc Gafni als Homo amor bezeichnet hat.


Evolutionärer Zweck: Unser evolutionärer Zweck ist es, mehr und mehr Menschen zu ermöglichen ihr Bewusstsein und Weltbild zu transformieren, ihr eigenes Unique Self zu verkörpern und von dieser neuen Ebene aus eine neue Welt mitzugestalten, die für alle funktioniert.